Plastische Chirurgie
Die plastische Chirurgie ist weit mehr als nur Schönheitschirurgie oder kosmetische Chirurgie, wie sie oft auch bezeichnet wird. Sie hilft nicht nur Menschen, die mit ihrem Aussehen unzufrieden sind, sondern sie stellt auch von Unfällen und Krankheiten zerstörte Körperteile wieder her. So können die Betroffenen oft ein annähernd oder völlig normales Leben führen.
Die plastische Chirurgie hat damit nicht nur einen kosmetischen Anspruch, sondern sie will auch und vor allem die Funktion beschädigter Körperteile wiederherstellen und heißt daher auch rekonstruktive Chirurgie genannt. Dazu gehört beispielsweise die großflächige Transplantation von Haut bei Verbrennungsopfern oder das Wiederherstellen der Funktion von abgetrennten und wieder angenähten Körperteilen.
Tatsächlich sind aber auch die kosmetischen Operationen ein großer Aufgabenbereich, von Lidstraffungen über Nasenkorrekturen bis hin zu Brust-OPs zur Vergrößerung, Verkleinerung oder Straffung der Brüste. Fettabsaugung und Facelift gehören ebenso dazu.
Plastische Chirurgen sind auch diejenigen, die geschlechtsangleichende Operationen durchführen, wenn Menschen sich dazu entschlossen haben, ihr körperliches Geschlecht dem gefühlten und gelebten Geschlecht anzupassen.
Anders als bei anderen chirurgischen Fachbereichen sind die Berufsbezeichnungen nicht eindeutig geschützt. Nur ein Facharzt für Plastische Chirurgie hat auch eine fundierte Ausbildung dafür gemacht; andernfalls kann auch ein Facharzt die zusätzliche Bezeichnung "plastische Operationen" führen. Das bedeutet, dass er qualifiziert ist, in seinem Fachgebiet plastische Operationen durchzuführen.
Nicht gesichert hingegen sind die Berufsbezeichnungen "Kosmetischer Chirurg", "Schönheitschirurg", "Arzt für ästhetische Chirurgie" o.ä. Natürlich können aber auch diese Ärzte über ausreichend Fachwissen und Erfahrung verfügen und gute Ärzte sein.