Fettabsaugung (Liposuktion)

Mit der Liposuktion kann fast überall am Körper Fett abgesaugt werden. Fett wird da abgesaugt, wo es auch durch Diät und Sport nicht abgebaut wird, oder wenn eine Fettverteilungsstörung vorliegt. Ärzte betonen immer wieder, dass die Liposuktion keine geeignete Therapie für Übergewicht ist.

Das Fett absaugen passiert zumindest unter örtlicher Betäubung, oft auch unter Vollnarkose. Zuerst wird eine mit einem Betäubungsmittel gemischte Kochsalzlösung in den zu behandelnden Bereich eingespritzt, um das Fettgewebe leichter absaugen zu können. Nach kurzer Wartezeit wird ein Absauggerät durch einen kleinen Einschnitt eingeführt und das gelockerte Fett abgesaugt.

Eine Weiterentwicklung dieser Methode ist die ultraschallgestützte Fettabsaugung. Dabei werden die Fettzellen durch Ultraschall zum Platzen gebracht und dann abgesaugt.

Das abgesaugte Körperfett wird meist entsorgt. Es kann aber auch aufbereitet und für andere kosmetische Operationen verwendet werden, beispielsweise zum Unterspritzen von Falten im Gesicht. Die einmal abgesaugten Fettzellen bilden sich nicht mehr nach. Allerdings kann der Körper an anderen Stellen natürlich noch Fett einlagern.

Nach der Liposuktion wird an den betroffenen Stellen ein Kompressionsverband angelegt, um Schwellungen zu vermeiden und auch, damit die Haut sozusagen wieder an den Körper angepresst wird. Normal elastische Haut zieht sich über der behandelten Fläche problemlos wieder zusammen. War die Haut schon vorher sehr gedehnt, ist eventuell ein weiterer Eingriff zur Straffung nötig.

Bei einer Fettabsaugung geht man die üblichen Risiken einer Operation und Narkose ein, also Infektionen und Wundheilungsstörungen, Nervenschäden und Narbenbildung. Das Ergebnis, das sich erst nach Monaten endgültig beurteilen lässt, kann unbefriedigend oder gar entstellend sein. Das ist aber meist nur dann der Fall, wenn der Arzt sehr unerfahren oder gar unqualifiziert ist.