Natrium

Der Mineralstoff Natrium ist im Körper mit rund 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht eingelagert, 40 bis 45% des gesamten Natriumgehaltes finden sich in den Knochen. Natrium ist in Ionenform wichtiger Bestandteil der mineralischen Knochensubstanz, steuert den Ausgleich von Flüssigkeiten (zum Beispiel zwischen Zellen und Zellzwischenräumen) und ist mit verantwortlich für die Regulierung des Wasserhaushaltes und des Säuren-Basen-Haushaltes.

Darüber hinaus steuert Natrium die Aktivitäten verschiedener Enzyme, ist also auch für Stoffwechselvorgänge von Bedeutung. Um die Reizweiterleitung der Nerven und die Muskelkontraktionen (unter anderem auch des Herzens) zu gewährleisten, ist Natrium ebenfalls von Bedeutung. Bekannt ist Natrium vor allem als wichtiger Bestandteil von Kochsalz und Soda, das unter anderem als Backtriebmittel eingesetzt wird. Eine natriumarme Ernährung ist nur für bestimmte Personenkreise erforderlich, da der Mineralstoff durch die Nieren wieder ausgeschieden wird.

Natrium-Lieferanten in der Ernährung

Natrium kommt in Form von Salz in den unterschiedlichsten Lebensmitteln vor. Hohe Gehalte des Mineralstoffes finden sich mit mehr als 1.300 Milligramm pro 100g vor allem in bearbeiteten Lebensmitteln:


  • Salzstangen

  • Schmelzkäse

  • Salami

  • Ketchup

  • Eingelegte Oliven


Unbehandelte Nahrungsmittel mit durchschnittlichem bzw. geringem Natriumgehalt sind unter anderem:

  • Hühnereiweiß

  • Hülsenfrüchte

  • Getreidekörner

  • Kleie

  • Frisches Gemüse

  • Muskelfleisch

  • Geflügel

  • Verschiedene Fischsorten (Thunfisch, Forelle, Lachs)


Über die Ernährung ist der Tagesbedarf an Natrium meist mehr als gedeckt. Durch unsere stark salzhaltige Kost wird im Durchschnitt die vier- bis sechsfache Menge an benötigtem Natrium aufgenommen.

Tagesbedarf Natrium

Wie viel Natrium der Mensch wirklich braucht, ist noch nicht ausreichend erforscht. Die Empfehlung für den Tagesbedarf von Jugendlichen und Erwachsenen liegt bei 550 Milligramm. Allerdings wird durch die Ernährung weit mehr Natrium aufgenommen, so dass die Gefahr einer Unterversorgung sehr gering ist. Lediglich dann, wenn durch Durchfall, Schwitzen oder Erbrechen ein großer Natriumverlust eintritt, besteht die Gefahr von Natriummangel, der sich in Symptomen wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Muskelschwächen und Muskelkrämpfen äußern kann.

Überdosierungen sind meist folgenlos, allerdings wird Personen mit hohem Blutdruck und Nierenerkrankungen eine eher natriumarme Ernährung empfohlen. Auch bei Säuglingen sollte auf eine regulierte Natriumversorgung geachtet werden, da Überdosierungen die noch unausgereiften Nieren belasten.