Heuschnupfen (Rhinitis allergica)
Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf verschiedene Umweltstoffe. Vor allem die Pollenallergie wird als Heuschnupfen bezeichnet, aber auch jeder andere allergische Schnupfen (Rhinitis allergica), mit dem etwa 20% der Erwachsenen auf Allergene wie Tierhaare, Federn, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze reagieren.
Bei einer Allergie gegen die so genannten Innenraumallergene, etwa Tierhaare, Bettfedern oder Haustaubmilben, ist der Heuschnupfen unabhängig von der Jahreszeit. Wer dagegen auf eine oder mehrere Pollenarten allergisch reagiert muss teilweise monatelang unter den typischen Beschwerden leiden, eben dem namensgebenden Schnupfen, der oft noch mit brennenden Augen oder sogar Bindehautentzündung einhergeht.
Auf welches Allergen genau das Immunsystem so übertrieben reagiert, kann ein Allergologe mit einem speziellen Test (dem so genannten Prick-Test) feststellen. Dabei werden dem Patienten verschiedene standardisierte Allergene auf die Haut aufgetragen, die danach leicht angeritzt wird. Wenn die Haut rot wird, anschwillt und zu jucken beginnt, sind die jeweiligen Allergene gefunden.
Alternativ kann auch das Blut untersucht werden, in dem Antikörper gegen die jeweiligen Allergene nachgewiesen werden können. Beim Provokationstest werden Allergene direkt in die Nase gesprüht. Dabei kann es aber zu heftigen Reaktionen kommen, so dass dieser Test nur unter ärztlicher Aufsicht stattfindet der Patient auch noch mindestens eine halbe Stunde nach dem Test noch ärztlich überwacht wird.
Wie bei jeder Allergie ist es auch beim Heuschnupfen am besten, den Kontakt mit dem Allergen so weit wie möglich einzuschränken oder ganz zu vermeiden. Das ist im Alltag jedoch nicht immer möglich. Deshalb greifen die meisten Allergiker auf Medikamente zurück, die die überbordende Reaktion des Immunsystems unterdrücken und die Symptome der Allergie bekämpfen.
Eine Hyposensibilisierung als ursächliche Therapie ist nicht in allen Fällen möglich, weder bei der Pollenallergie noch bei der Allergie gegen Tierhaare, Hausstaubmilben usw. Wo sie aber möglich ist, kann sie oft dazu beitragen, dass der Allergiker praktisch beschwerdefrei leben kann.
Bei einer Pollenallergie entwickelt sich häufig eine Kreuzallergie. Dabei handelt es sich um eine Allergie gegen Lebensmittel, bei denen bestimmte Eiweiße den allergenen Eiweißen der Pollen ähneln, die die erste Allergie auslösen.
Wann die Pollen fliegen, auf die Sie allergisch sind, können Sie tagesaktuell einem Pollenflugkalender entnehmen.
Wenn Sie an Heuschnupfen leiden, können Sie in unserer Kreuzallergie-Tabelle nachsehen, von welchen Kreuzallergien Sie möglicherweise betroffen könnten.