Erkältung und Grippe
Im Volksmund werden die Begriffe Erkältung und Grippe meist ohne Unterschied verwendet, allenfalls noch hat man das vage Gefühl, die Grippe sei etwas Ernsteres. Tatsächlich aber sind Erkältung, grippaler Infekt und Grippe (medizinische Bezeichnung: Influenza) unterschiedliche Krankheiten.
Bei einer Erkältung oder auch einem grippalen Infekt handelt es sich um eine meist von Viren ausgelöste Krankheit, die die Schleimhaut der oberen Atemwege (Nase, Nebenhöhlen und Hals) in Mitleidenschaft zieht. Erwachsene haben jährlich durchschnittlich zwei bis drei Erkältungen, Kleinkinder können monatlich eine Erkältung haben.
Zu den Symptomen einer Erkältung gehören Frösteln, Schluckbeschwerden und Halsweh, Schnupfen, sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Es gibt gegen Erkältungen keine Impfung. Die einzige Vorbeugung ist es, den Kontakt mit erkrankten Personen zu vermeiden.
Die echte Grippe oder Influenza wird von bestimmten Viren ausgelöst, die durch direkten Kontakt mit Kranken oder durch Tröpfcheninfektion. Sie greifen, ähnlich wie die Erkältung, über die Atemwegsschleimhäute und Augen an.
Bei der Grippe zeigen sich ähnliche Symptome wie bei einer Erkältung, ein deutlicher Unterschied ist allerdings der plötzliche Krankheitsbeginn. Da die Grippeviren sich schnell verändern können, ist eine Grippeimpfung kein absoluter und dauerhafter Schutz.
Sowohl gegen eine Erkältung als auch gegen eine Grippe empfehlen Mediziner seit Jahren grundlegende Hygienemaßnahmen als einfachsten Schutz. So sollte man in der entsprechenden Saison besonders darauf achten, die Hände gründlich zu waschen. Auf diese Weise werden schon viele der Krankheitserreger entfernt. Auch das scheinbar höfliche In-die-Hand-Husten oder –Niesen sollte vermieden werden, da die Erreger so von der Hand zu einem neuen "Opfer" geraten können.