Herzkrankheiten

Das Herz ist sozusagen der Motor des menschlichen Körpers. Es schlägt im Laufe des Lebens rund drei Millionen Mal und transportiert dabei fast 20 Millionen Liter Blut. Leider können diesen Motor viele Krankheiten treffen, die die Leistungsfähigkeit einschränken oder gar zum Tod führen können.

Viele Herzkrankheiten werden von den Ärzten auf Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes zurückgeführt. Sie können zur Arteriosklerose, der Verengung der Blutgefäße, führen. Diese Verengung betrifft auch die Herzkranzgefäße, der Herzmuskel wird weniger versorgt, und es kommt zur Koronaren Herzkrankheit.

Verschließen Ablagerungen oder Blutgerinnsel ein oder mehrere Herzkranzgefäße völlig, kommt es zu Sauerstoffmangel im Herzmuskel und zum Herzinfarkt. Der Schaden am Herzmuskel ist nicht zu beheben, mit schneller und richtiger Behandlung ist der Infarkt jedoch nicht zwangsläufig tödlich.

Die Koronare Herzkrankheit führt zu einer Herzinsuffizienz, einer ungenügenden Leistung des Herzens. Auch viele andere Herzkrankheiten führen zu dieser Leistungsminderung.

Von Herzrhythmusstörungen spricht man, wenn das Herz schneller oder langsamer als normal schlägt. Sie treten auf, wenn der natürliche Schrittmacher des Herzens fehlerhaft arbeitet, entweder als Folge einer anderen Herzerkrankung oder bedingt durch andere Ursachen.


Es gibt auch angeborene Herzfehlbildungen, die die normale Funktion des Organs beeinträchtigen. Dies zeigt sich meist direkt im Kindesalter, manchmal wird es sogar schon vor der Geburt festgestellt. Die Behandlung dieser Probleme fällt in das Fachgebiet der Kinderkardiologie.

Vergleichsweise häufig ist bei den angeborenen Herzfehlern das "Loch im Herz". Dabei handelt es sich um ein Loch in der Herzscheidewand zwischen den beiden Vorhöfen. So ein Atriumseptumdefekt wird heutzutage recht problemlos verschlossen.