Kreislauf
Unter dem Wort Kreislauf im medizinischen Sinn versteht man das System, im dem Blut durch den Körper strömt. Zum Kreislauf gehören neben dem Herzen auch die Blutgefäße.
Das Herz pumpt durch seine Muskeltätigkeit das Blut durch die Blutgefäße. Die vom Herzen wegführenden Adern heißen Arterien, die zum Herzen hinführenden Adern sind die Venen.
Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind heute die häufigsten Todesursachen in den Industrienationen. Neben Herzkrankheiten gehören dazu Gefäßerkrankungen wie die arterielle Verschlusskrankheit, Krampfadern und Thrombosen. Als Risikofaktor für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt der weit verbreitete Bluthochdruck.
Vor allem die Arteriosklerose, die Verhärtung der Gefäßwände (Arterienverkalkung), stellt ein großes Risiko für das Kreislaufsystem dar. Dabei setzen sich an den Gefäßwänden der Arterien Blutfette und Gewebezellen ab. Die Blutgefäße werden enger und unelastischer, und damit weniger durchlässig für das Blut. Früher war diese schleichend vorangehende Erkrankung eher selten, inzwischen ist sie als typische Zivilisationskrankheit weit verbreitet.
In fast allen Fällen ist die Arteriosklerose auch die Ursache der arteriellen Verschlusskrankheit, die überwiegend die Blutgefäße in den Beinen betrifft. Am Anfang verursacht die Krankheit verursacht keine Beschwerden, sie kann aber sogar eine Amputation eines oder beider Beine nötig machen.
Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel in einer Ader, vor allem in einer Vene. Dazu kann es aus unterschiedlichen Gründen kommen, Risikofaktoren sind beispielsweise Übergewicht, Flüssigkeitsmangel oder die Einnahme der Pille. Oft werden die Thrombosen von den betroffenen Personen gar nicht bemerkt, können aber beispielsweise zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen, also zum Verschluss eines Blutgefäßes in der Lunge durch das Blutgerinnsel.