Leber und Gallenblase
Die Leber gehört zu den wichtigsten Organen für den Stoffwechsel. Sie verwertet Nahrungsbestandteile, die sie über das Blut aus dem Darm bekommt, und unterstützt den Abbau und die Ausscheidung von Giftstoffen und Abfallprodukten des Stoffwechsels. Die Leber stellt auch die Galle her, die in der Gallenblase gelagert wird und bei Bedarf in den Darm abgegeben wird, um dort die Fettverdauung zu unterstützen.
Die Leber ist sehr wichtig für den Zucker-, Eiweiß- und Fett-Stoffwechsel. Sie regelt den Blutzuckerspiegel und kann Zucker speichern. In ihrer Funktion kann die Leber von verschiedenen Krankheiten beeinträchtigt werden, beispielsweise von Leberzirrhose, ausgelöst beispielsweise von übermäßigem Alkoholkonsum oder einer chronischen Leberentzündung (Hepatitis, manchmal mit dem bekannten Symptom Gelbsucht).
Als Fettleber bezeichnet man eine Leber, die Fett in die Leberzellen eingelagert hat. Auch Leberkrebs oder Metastasen des Krebses eines anderen Organs bedrohen die Leber.
Erstaunlicherweise kann sich die Leber in außergewöhnlichem Maß wieder regenerieren. Sie kann bis zu 50 Prozent ihrer Masse neu bilden, so dass sich eine verletzte oder teilweise abgestorbene Leber selbst wieder aufbauen kann. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Ursache der Beschädigung nicht anhält, also beispielsweise nicht bei andauernder Leberschädigung durch ständigen Alkoholkonsum.
Die Gallenblase, die oft kurz Galle genannt wird, speichert die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit, bis sie gebraucht wird. Gerät das Verhältnis der verschiedenen Bestandteile der Galle ins Ungleichgewicht, kann es zu Gallensteinen kommen. Bleiben die Steine unbehandelt, kann es zu einer Gallenentzündung und anderen Beschwerden kommen.
Gallensteine und andere Probleme in der Gallenblase werden meist mit Hilfe einer Sonografie, also einer Ultraschalluntersuchung, diagnostiziert. Auch Röntgenaufnahmen sind möglich, dabei muss aber ein Kontrastmittel verwendet werden.