Impotenz/erektile Dysfunktion

Die erektile Dysfunktion wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Impotenz bezeichnet. Die Sexualstörung beinhaltet dabei, dass es einem Mann über einen längeren Zeitraum nicht gelingt, eine Erektion seines Gliedes herbeizuführen. Das Krankheitsbild einer erektilen Dysfunktion wird nur verwendet, wenn die Erektionsstörung also von längerer Dauer ist, kurzfristige Erektionsprobleme fallen somit ausdrücklich nicht darunter. Leider ist die Krankheit in der Öffentlichkeit immer noch sehr stark tabuisiert, wodurch viele betroffene Männer den Weg zu einem Arzt scheuen.

In der Medizin besteht heutzutage ein Konsens darüber, dass eine Impotenz nicht nur durch Stress verursacht wird, sondern oftmals auch eine organische Ursache besitzt. So kann die erektile Dysfunktion eine Art Vorbote für andere Erkrankungen sein, beispielsweise für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Deshalb sollten Betroffene immer auch einen Internisten zur Abklärung der Erkrankung heranziehen. Der erste Schritt zur Behandlung sollte aber der Gang zu einem Andrologen sein. Hierbei handelt es sich um einen Facharzt, der sich mit den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes beschäftigt. Anders formuliert, handelt es sich sozusagen um das männliche Pendant zu einem Gynäkologen.

Ebenfalls empfehlenswert ist es sich an einen Urologen zu wenden, der beispielsweise durch eine Ultraschall-Untersuchung etwaige organische Ursachen abklären kann. Grundsätzlich lässt sich aber feststellen, dass als Grund für eine Impotenz sehr viele Faktoren möglich sind. Unter anderem zeigen Studien immer wieder auf, dass sehr oft Rauchen oder der übermäßige Konsum von Alkohol als Ursache auszumachen sind. Auch bereits bestehende Krankheiten, wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus, können eine Impotenz herbeiführen. Speziell ältere Männer sind dabei von der Impotenz betroffen, übereinstimmende Schätzungen gehen davon aus, dass heutzutage jeder zweite Mann über 40 von einer erektilen Dysfunktion betroffen ist.

Bei der Behandlung unterscheidet man vor allem zwischen einer psychologischen und einer Medikamentösen Herangehensweise. Stellt sich heraus, dass die Impotenz einen reinen psychologischen Hintergrund besitzt, greift man in der Regel auf das Mittel einer Sexualtherapie mit Paarbezug zurück. Bei der Behandlung mit Medikamenten werden beispielsweise so genannte PDE-5-Hemmer eingesetzt, die eine Erweiterung der Blutgefäße bewirken.