Urologe/Androloge

Wer unter einer erektilen Dysfunktion leidet sollte auf jeden Fall so schnell wie möglich einen Arzt zur Abklärung der Ursachen aufsuchen. Leider sieht die Realität aber anders aus, denn viele betroffene Männer scheuen den Gang zu einem Arzt. Vor allem aus Scham gehen zahlreiche Männer nicht zu einem Arzt, denn die Unfähigkeit zur Erektion ist ihnen peinlich.

Dies ist aber gleich aus mehreren Gründen falsch. So sind zum einen die Behandlungsmethoden heutzutage sehr vielfältig und die Chance auf eine erfolgreiche Therapie somit recht groß. Zum anderen kann die erektile Dysfunktion aber auch ein Anzeichen für eine andere und nicht selten auch gravierende Erkrankung sein. Diese wird aber nur erkannt werden, wenn der betroffene Mann sich an einen Arzt wendet.

Bei einer erektilen Dysfunktion kann man sich vor allem an einen Urologen wenden. Dieser wird zunächst in einem Gespräch die bisherige Krankengeschichte des Patienten besprechen. Dieses erste Gespräch wird im Fachjargon auch als Anamnese bezeichnet. Danach folgt eine erste physiologische Untersuchung, in der beispielsweise die Reflexe einiger Körperteile untersucht werden.

Wurde im Krankengespräch herausgefunden, dass es sich eher um ein psychisches Problem handelt, werden in der Regel keine weiteren Untersuchungen vorgenommen. Stattdessen erfolgt eine Überweisung an einen Psychologen. Dieser wird dann entscheiden, welche Therapie am besten durchgeführt werden sollte. Beispielsweise bietet es sich an, dass man bei Problemen in der Partnerschaft auf das Mittel einer Paartherapie zurückgreift. Innerhalb einer solchen Therapieform werden Konflikte in der Partnerschaft angesprochen und die jeweilige Sichtweise der Partner abgefragt. Aus diesem Grund nimmt immer auch die Partnerin an der Paartherapie teil.

Eine weitere Anlaufstelle bei der Arztsuche ist der so genannte Androloge. Hierbei handelt es sich um einen spezialisierten Arzt, etwa einen speziell weitergebildeten Urologen, der sich mit den männlichen Fortpflanzungsfunktionen beziehungsweise deren Erkrankungen beschäftigt. Frei übersetzt ist der Androloge für den Mann ein Äquivalent zum Gynäkologen für die Frau.

Als Untersuchungsmethoden kommen bei einem Andrologen viele Vorgehensweisen in Betracht. Beispielsweise untersucht er den Hormonhaushalt des betreffenden Mannes. So kann er abklären, ob das Sexualhormon Testosteron in ausreichendem Maße produziert wird. Auch die Abklärung der Blutwerte gehört zum Standardrepertoire einer andrologischen Untersuchung um die Ursachen für eine erektile Dysfunktion herauszufinden.