Ursachen der erektilen Dysfunktion

Die Ursachen für eine erektile Dysfunktion sind sehr vielfältig. Man kann bei diesem Thema grundsätzlich zwischen den körperlichen und den psychischen Ursachen unterscheiden. Häufig ist aber auch eine Kombination aus beiden erwähnten Feldern möglich. Um die Ursachen abzuklären, ist aber zunächst einmal der Gang zu einem Urologen oder auch einem Andrologen notwendig. Der Urologe ist ein Facharzt, der sich auf mögliche Erkrankungen der harnbildenden und harnableitenden Organe spezialisiert hat. Deshalb ist er ein passender erster Ansprechpartner bei einer auftretenden Impotenz. Der Androloge wiederum ist ein Arzt, der sich mit Störungen der Fortpflanzungsfunktionen des Mannes beschäftigt. Grob könnte man sagen, dass er das Gegenstück zu einem Gynäkologen für Frauen ist.

Beide Ärzte können eventuelle physische Ursachen entdecken. Die Bandbreite an möglichen Krankheiten, die eine Impotenz verursachen, ist aber recht groß, weshalb oftmals eine ausgedehnte Diagnosephase für die Patienten am Anfang steht. Beispielsweise kann die erektile Dysfunktion durch eine Diabetes-Erkrankung hervorgerufen werden. Zahlreiche Studien haben diesen Zusammenhang in der Vergangenheit aufgezeigt und eine Abklärung dieses Krankheitsbildes wird deshalb von jedem Arzt veranlasst werden.

Neben einem möglichen Diabetes als Ursache sind häufig aber auch Gefäßerkrankungen als Auslöser anzutreffen. Diese verursachen eine Durchblutungsstörung, die eine Erektion des Penis verhindern kann. Besonders Raucher und Herzinfarktpatienten sind hierbei betroffen.

Zusätzlich zu den beispielhaft aufgezählten physischen Ursachen sind aber immer auch psychische Gründe abzuklären. Zwar wurden die psychischen Faktoren in der Vergangenheit eher überwertet, verglichen mit den körperlichen Ursachen, doch auch sie spielen bei einer Impotenz oft eine wichtige Rolle. Besonders Beziehungsprobleme lösen oftmals eine erektile Dysfunktion aus. Zudem sind auch Depressionen abzuklären, denn sie sind eine weitere mögliche Ursache für die Impotenz. So haben positiv und optimistisch gestimmte Männer statistisch sehr viel seltener mit einer fehlenden Potenz zu kämpfen.

Zur Behandlung von psychologischen Problemen bietet sich vor allem eine Psychotherapie an, in der man gemeinsam mit dem Psychologen die Ängste oder Konflikte bespricht. Oftmals wird auch eine Paartherapie durchgeführt, die bei Beziehungsproblemen mehr Erfolg verspricht. Diese Therapie erfolgt dabei immer in der Anwesenheit des Partners.