Psychische Leiden

Mit dem Wort "Psyche" fasst man alle Gefühlsregungen und das Denken des Menschen zusammen. Psychische Leiden sind ganz vereinfacht gesagt Erkrankungen, bei denen die Wahrnehmung des Betroffenen verändert ist. Dabei kann es sich um die Wahrnehmung des Außenwelt handeln (z.B. Halluzinationen) oder um die Wahrnehmung der eigenen Person (wie bei vielen Essstörungen).

Die Erkrankung zeigt sich im geänderten Verhalten, einer oft gestörten Kommunikation mit anderen, gelegentlich aber auch in psychosomatischen Erkrankungen, also körperlichen Krankheiten, die von seelischen Problemen verursacht werden.

Psychische Leiden werden in der Psychiatrie behandelt. Dabei gibt es noch einzelne Untergebiete, wie die Gerontopsychiatrie, die sich um ältere Menschen mit psychischen Erkrankungen kümmert, oder die Kinder- und Jugendpsychiatrie, aber auch Suchterkrankungen haben ihren eigenen Psychiatriezweig.

Eine sehr häufige Form der psychischen Erkrankung ist die Depression. Depressionen können in der Regel gut behandelt und auch geheilt werden. Allerdings begehen jährlich auch Tausende unter Depressionen Leidende Selbstmord.

Ebenfalls zu den psychischen Leiden gehören Schizophrenie und Psychosen, die von Wahnvorstellungen und Halluzinationen gekennzeichnet sind. Psychosen können rein seelischen oder auch organischen Ursprungs sein, aber auch Drogenkonsum kann Psychosen auslösen.

Immer noch gehen viel zu wenige der von psychischen Problemen zu einem Arzt, bzw. zu Psychologe, Psychiater oder Psychotherapeut, weil sie sich schämen oder Angst haben. Dabei kann vielen geholfen werden, wenn erst einmal die richtige Diagnose gestellt wird. Noch schwerer ist die Behandlung bei Kranken, die ihr Leiden selbst nicht bemerken. Hier muss das Umfeld, also Familie oder Freunde, eingreifen und eine Behandlung anregen.