Sucht
Eine Sucht ist eine körperliche oder geistige Abhängigkeit von einem Stoff oder einem Verhalten. Weit verbreitet sind Drogen-, Alkohol- und Nikotinsucht, aber auch Sucht nach Glückspiel oder Sex gibt es. Der Betroffene ist körperlich oder körperlich auf die Droge angewiesen.
Beim Stichwort Sucht denken viele zuerst an Heroin- oder Kokainabhängige. Die am weitesten verbreitete Sucht ist jedoch die Alkoholabhängigkeit. Allein in Deutschland sind knapp unter zwei Millionen Menschen von Alkohol abhängig. Die typischen Symptome sind der zwanghafte Konsum, die Gewöhnung an den Alkohol und die Steigerung der Dosis, Entzugserscheinungen wenn nicht getrunken wird, Persönlichkeitsveränderung und das Leugnen der Abhängigkeit. Gleichzeitig wird das Trinken zum eigentlichen Lebenszweck, andere Interessen und Pflichten rücken in den Hintergrund.
Der Verlauf einer Sucht nach illegalen Drogen ist ähnlich, nur kommen hier eventuell noch Konflikte mit dem Gesetz hinzu.
Abhängigkeit verursacht zahlreiche körperliche und psychische Begleiterkrankungen, von der typischen Leberzirrhose bei Alkoholikern über Impotenz oder Ausbleiben der Menstruation bis hin zu Depressionen und sogar Psychosen.
Die Ursachen einer Drogenabhängigkeit sind immer komplex, es spielen die verschiedensten Faktoren eine Rolle, beispielsweise eine erbliche Veranlagung, die Verfügbarkeit einer Droge, psychologische Mechanismen und auch die Lebensbedingungen.
Drogenkonsum und –abhängigkeit sind keine modernen Probleme. In vielen Kulturen werden praktisch seit Beginn der Menschheitsgeschichte Drogen konsumiert. Oft geschah und geschieht die zu rituellen bzw. religiösen Zwecken. Die Steigerung der Leistungsfähigkeit war oft ebenfalls Ziel des Drogengebrauchs, vor allem wenn er mit einer mehr oder weniger starken Euphorisierung einhergeht (Betelnüsse, Cocablätter).