Tropenkrankheiten und Parasiten
Tropenkrankheiten sind typischerweise in wärmeren Ländern vorkommende Infektionskrankheiten. Meist werden sie durch Parasiten verursacht bzw. übertragen. Zu den bekanntesten Tropenkrankheiten zählen Malaria, Cholera, Gelbfieber, Lepra oder auch Ebola.
Noch bis vor wenigen Jahren waren Tropenkrankheiten auch wirklich den wärmeren Gefilden vorbehalten. Durch die starke Zunahme des Tourismus wurden viele Krankheitserreger auch in unsere Breiten eingeschleppt.
Manche Tropenkrankheiten verbreiten sich über verunreinigtes Wasser, ungewaschene Lebensmittel; die gefürchtete, heute aber heilbare Lepra wird über den Weg der Tröpfcheninfektion verbreitet.
Tropenkrankheiten werden auch besonders oft durch Parasiten verursacht, die bei Insektenstichen übertragen werden. So eben die Malaria, deren Erreger durch die Stechmückengattung Anopheles übertragen wird.
Unter einem Parasiten versteht man ein Lebewesen, dass seine Nahrung aus einem anderen lebendem Organismus, dem Wirt-Organismus, bezieht, Dabei kann es sich jeweils um Pflanzen oder Tiere handeln. Parasiten können außerhalb (wie beispielsweise Zecken) oder innerhalb des Körpers (z.B. Bandwürmer) ihres Wirtes leben.
Beim Menschen kommen überraschend viele Parasiten vor, von denen nicht alle den Körper schädigen. Eine Schädigung oder Schwächung des Wirtes ist natürlich auch nicht im Sinne des Parasiten. Viele Parasiten sind deswegen relativ harmlos. Die Hausstaubmilben sind auch nur deshalb so störend, weil ihre Exkremente stark allergen sind. Ansonsten leben sie ganz harmlos in Matratzen und Möbeln und ernähren sich von abgestorbenen Hautzellen des Menschen.
Praktisch alle Menschen sind auch von Haarbalgmilben besiedelt, was normalerweise völlig harmlos ist und keinerlei Probleme verursacht. Sie leben zu mehreren in den Haarfollikeln und ernähren sich vom Talg.
Auch die bei Kindern oft vorkommenden Kopfläuse sind Parasiten, ebenso wie Flöhe und Zecken sind Parasiten.