Dekubitus






Dekubitus ist der Fachbegriff für das Wundliegen, das zumeist bei Patienten vorkommt, die lange im Krankenhaus oder Pflegeheim liegen.

Im Liegen wird durch das eigene Körpergewicht Druck auf die Haut und das Gewebe ausgeübt, je nach Position etwa an der Rückseite des Körpers oder an den Seiten. Der Druck unterbindet die Blutversorgung des betroffenen Körpergebietes, weil die Kapillaren, die feinsten Blutgefäße, abgedrückt werden. So kommt es zu einer Unterversorgung des Gewebes und einer Schädigung der Nervenzellen. Gleichzeitig sammeln sich saure Stoffwechselprodukte im Gewebe an.

Früher oder später kommt es zu einem Druckgeschwür, das je nach Ausprägung in verschiedene Grade eingeteilt wird. Grad 4 ist dabei der schlimmste Grad, er bezeichnet einen Dekubitus bei dem alle Hautschichten zerstört und auch Knochen und Muskeln geschädigt sind.

In Krankhäusern und Pflegeheimen müssen unbewegliche Patienten deswegen regelmäßig umgelagert werden, damit es nicht zu einem Dekubitus kommt.

Die Gefahr eines Dekubitus hängt aber nicht nur von der Qualität der Pflege ab, sondern auch von den individuellen Umständen. Risikofaktoren sind dabei beispielsweise Diabetes, Übergewicht (höherer Druck auf das Gewebe), Untergewicht (weniger "Polster" über den Knochen) oder feuchte Haut durch Inkontinenz.