systolisch






Als systolisch bezeichnet man den maximalen Blutdruck, der als Höchstwert bei der Blutdruckmessung gemessen wird.

Der Maximaldruck liegt immer dann vor, wenn das Herz sich zusammenzieht und das Blut in die Adern presst. Bei der Blutdruckmessung ist das dann der Fall, wenn nach dem Abdrücken des Blutflusses durch die Druckmanschette das Blut wieder durch die Adern gepumpt wird. Der systolische Wert ist also der erste Wert, der gemessen wird, bevor der Blutdruck dann bis auf den untersten, den diastolischen Wert absinkt.

Beide Blutdruckwerte werden in der Maßeinheit mmHg angegeben, einer alten Maßeinheit für Druck, die auf die Zeit zurückgeht, in der Quecksilber (chem. Zeichen: Hg) Manometer zur Druckmessung verwendet wurden. Dabei entspricht 1 mmHg in der internationalen Standard-Maßeinheit Pascal (Pa) einem Wert von 133 Pa.

Der Normalbereich des systolischen Werts liegt bei einem gesunden erwachsenen Menschen zwischen 100 und 130 mmHg. Diese Richtwerte beziehen sich auf den Ruhezustand, da bei Anstrengung, Stress, etc. der Blutdruck ansteigen kann, ohne gleich als Bluthochdruck zu gelten. Der systolische Wert ändert sich also im Verlauf des Tages mehrmals.

Bei einem ständig erhöhten systolischen Wert (> 140 mmHg), spricht man von Bluthochdruck. Er ist oft Folge von Erkrankungen, Medikamenten oder ungesunder Lebensweise. Durch Bluthochdruck besteht ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen, insbesondere wenn schon andere Risikofaktoren vorhanden sind.

Auch während der Schwangerschaft kann ein erhöhter Blutdruck vorliegen, der jedoch nicht unbedingt bedenklich ist.

Gegenteil: diastolisch.