Diabetes-News


Fast täglich veröffentlichen Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen neue Erkenntnisse zur Zuckerkrankheit und geben Diabetikern Tipps, wie diese besser mit ihrer Krankheit zurechtkommen können. Wir fassen für Sie einige der Meldungen der letzten Tage zusammen.

Gewichtskontrolle hilfreich bei Diabetes

Dass bei Diabetes ein gesunder Abbau von Übergewicht hilfreich sein kann, ist nicht wirklich neu. Professor Andreas Hamann aus Bad Nauheim wies jetzt beim Diabetes-Kongress in Stuttgart darauf hin, dass Übergewicht gerade bei Diabetes ein wichtiger "kardiovaskulärer Risikomarker" sei, also auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweise.

Zudem kann Übergewicht (Adipositas) den Effekt eine Diabetes-Therapie beeinträchtigen. Das ist besonders deswegen problematisch, da viele Therapieformen zu einer Gewichtszunahme führen, der Patient sich also ständig auf einem sehr schmalen Grat bewegt. Gerade ältere Patienten kämpfen mit ihrem Gewicht, denn ihr Grundumsatz ist von Haus aus geringer, und ihre Bewegungsfreiheit oft eingeschränkt. Hamann betont deswegen, wie wichtig es ist, die Therapieform genau auf den jeweiligen Patienten und seine individuelle Lebensform abzustellen.

Blutzuckerwerte genauer messen

Das genaue Erfassen der Blutzuckerwerte ist wichtig, um die richtige Insulindosis bestimmen zu können. Allerdings gibt es einige Dinge, die den Wert verfälschen können, so dass die Therapie zwangsläufig nicht mehr ideal ist. Das Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum gibt Tipps zum optimalen Messen der Blutzuckerwerte.

  1. Vor dem Testen Hände waschen und abtrocknen. Essensreste, Schmutz und Feuchtigkeit an den Fingern kann den Wert verfälschen.

  2. Teststreifen in der Packung kühl und trocken lagern. Wärme und Feuchtigkeit können sie angreifen und die Genauigkeit beeinträchtigen.

  3. Manche Substanzen, darunter Vitamin C, Paracetamol und andere Medikamente, verfälschen das Messergebnis. Der Blutzuckerwert erscheint niedriger als er ist.

  4. Bei niedrigem Blutzucker nicht am Daumenballen oder Unterarm messen; die Werte könnten verfälscht werden.

  5. Weniger schmerzhaft als direkt an der Fingerkuppe ist das Pieksen seitlich an der Fingerspitze


Polyneuropathie und psychische Probleme

Diabetes führt oft dazu, dass bei den Betroffenen die Nerven geschädigt werden und es deswegen zu Symptomen wie Empfindungsstörungen, Lähmungen und Hautschäden kommt. Diese Erkrankungen heißen Polyneuropathien, wenn sie als Folge von Diabetes auftreten, spricht man auch von diabetischer Polyneuropathie.

Professor Göran Hajak aus Regensburg hat nun darauf aufmerksam gemacht, dass diese Polyneuropathien oft mit "psychiatrischen Komorbiditäten" auftreten. Das bedeutet, dass die Nervenerkrankungen oft von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Ängsten und Schlaflosigkeit begleitet werden. Auch diese Erkrankungen müssen angemessen behandelt werden, fordert Hajak. Die Medikamente, beispielsweise Antidepressiva, müssen aber speziell zur Behandlung von Diabetikern zugelassen sein.

Unterwegs mit Diabetes

Das Pharmaunternehmen Novartis hat einen "Sprachführer Diabetes" veröffentlicht. Er enthält Informationen zur Reisevorbereitung für Diabetiker und darüber hinaus die wichtigsten Begriffe rund um die Zuckerkrankheit. Erhältlich ist der Sprachführer in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Türkisch. Zum Bestellen oder zum Herunterladen.

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