Darmspiegelung senkt Krebsrisiko
Darmkrebs gehört in den Industriestaaten zu den häufigsten Krebsarten. Allein in Deutschland sollen jedes Jahr über 70.000 Menschen daran erkranken, vor allem im höheren Alter. Die Sterblichkeit bei Darmkrebs geht jedoch zurück.
Das die Todeszahlen zurückgehen, liegt auch an den Vorsorgeuntersuchungen wie den Darmspiegelungen. Nach einer britischen Studie kann das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, durch eine Darmspiegelung um 40 Prozent gesenkt werden.
Eine Forschergruppe vom Londoner Imperial College hat über 170.000 Patienten 16 Jahre lang begleitet. Sie fand heraus, dass schon eine einzige Darmspiegelung im Alter von 55 bis 64 Jahren das Risiko einer tödlichen Darmkrebserkrankung um mehr als 40 Prozent senkt.
Das “Erfolgsgeheimnis” der Darmspiegelung: Kleine Ausstülpungen im Dickdarm, so genannte Polypen, werden schon früh entdeckt und untersucht und können dann chirurgisch entfernt werden. So können sich aus ihnen keine Krebsgeschwüre entwickeln.
Werden die Veränderungen früh genug entdeckt und vollständig entfernt, sind bis zu 90 Prozent der Betroffenen geheilt. Je später Darmkrebs entdeckt wird, desto geringer sind die Heilungschancen.
Als Risikofaktoren für Darmkrebs gelten neben genetischen Faktoren vor allem falsche Ernährung und Übergewicht, Alkohol- und Nikotinkonsum, aber auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen.
Bei einer Darmspiegelung wird der Dickdarm endoskopisch untersucht. Das spezielle Endoskop (Koloskop) wird durch den After in den Darm geschoben. Damit lässt sich der Darm nicht nur ansehen, es können auch gleichzeitig Gewebeproben genommen werden. Kleinere einzelne Polypen lassen sich auch direkt entfernen.
Die Darmspiegelung gehört zur gesetzlichen Darmvorsorge; die Krankenkassen übernehmen für alle ab dem 56. Lebensjahr die Kosten dafür. Darmspiegelungen sind nicht schmerzhaft, können aber unangenehm sein – sie schützen jedoch vor Schlimmerem, vor allem einer Krebserkrankung. Es können aber auch andere Darmerkrankungen entdeckt werden, die vorher nicht diagnostiziert wurden.
 
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SandraDa ich regelmäßig Probiotika nehme, kenne ich das Problem mit Durchfall überhaupt nicht.

Jakob.FDie Einschätzung, dass sich die Krankheit wegen dem milden Verlauf ausbreitet scheint sich zu bestätigen. Das wird so zu einer...

DanielaDas ist doch toll wenn jetzt endlich etwas passiert im Saarland. Das Problem ist doch schon länger bekannt und hätte schon vor...

BelindaIch finde es schrecklich, dass die Körperkunst leider auch schädlich sein soll. Man sollte wirklich auf die Hygienezustände in...

HirntumorforumIch finde den Ansatz sehr interessant. Meine Wissens ist auch bereits eine entsprechende Studie in Planung.

1 Kommentar
Tweets die Britische Studie zeigt Wirksamkeit von Darmspiegelung zur Senkung der Sterblichkeit bei Darmkrebs erwähnt -- Topsy.com | 29.04.2010 um 16:35
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von med.de Redaktion erwähnt. med.de Redaktion sagte: Britische Studie belegt: #Darmspiegelung senkt Sterberate bei #Darmkrebs => http://ow.ly/1E4EJ [...]