Ehefrau absichtlich mit HIV infiziert

In Neuseeland soll ein HIV-positiver Mann absichtlich eine Infektion seiner Ehefrau mit dem HI-Virus, der Aids auslöst, verursacht haben, damit sie ihn nicht verlässt.

Nach Berichten des Zeitung New Zealand Sunday Star-Times hat der 35 Jahre alte Mann seine Frau zweimal absichtlich mit einer Nähnadel verletzt, auf die er vorher sein eigenes Blut aufgetragen hat.

Der Mann entdeckte 2004, dass er HIV-positiv ist. Seine Frau und Kinder waren HIV-negativ. Wegen der gemeinsamen Kinder war seine Frau zwar bei ihm geblieben, aus Angst vor einer Ansteckung wollte sie aber keinen Sex mehr mit ihm haben.

Im Mai vergangenen Jahres hat sie nach Angaben der Zeitung eine insektenstichartige Verletzung auf ihrem linken Oberschenkel bemerkt. Zwei Tage später sei sie nach einem Stich in ihrem Bein aufgewacht. Außerdem habe sie gesehen, wie ihr Mann mit einer Spritze seines eigenen Blutes hantiert habe.

Vier Monate später stellte sich bei einer Routine-Untersuchung heraus, dass sie auch HIV-positiv ist. Sie stellte ihren Ehemann zur Rede, woraufhin er zugab, sie absichtlich mit HIV infiziert zu haben. Er habe nur gewollt, dass sie “so sei wie er, damit sie ihn nicht verlasse”, soll der Ehemann gesagt haben.

Die Anklage gegen den Ehemann wurde im Oktober 2008 erhoben, der Urteilsspruch wird für Anfang 2010 erwartet.

Der Sprecher einer Aids-Stiftung nannte die Geschichte “eine Tragödie für alle Betroffenen”. Die meisten Menschen mit HIV würden alles tun, um niemanden anzustecken. Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch generell alle sexuelle aktiven Menschen dazu, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu verwenden, egal ob sie HIV-positiv oder –negativ seien.


 

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