Einheitliche Krebshotline ab Herbst

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland über 435.000 Krebsneuerkrankungen. Jährlich sterben über 200.000 Menschen an Krebs, der damit die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Männer erkranken am häufigsten an Prostatakrebs, Frauen an Brustkrebs.

Für alle diejenigen, die direkt oder indirekt von Krebs betroffen sind, gibt es ab Herbst diesen Jahres eine Krebshotline unter der Telefonnummer 0800 – 420 30 40, für die bisher bestehenden Informationsangebote unterschiedlicher Vereinigungen zusammengefasst und ausgebaut werden.

Die neue Hotline wird von der Deutschen Krebshilfe und dem Krebsinformationsdienst (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum zusammen mit den Bundesministerien für Gesundheit und für Bildung und Forschung betrieben. Neben der telefonischen Beratung ist auch ein Internet-Auftritt geplant. Für das neue Angebot wird das Beratungsteam des KID auf 62 Mitarbeiter aufgestockt, die die per Telefon oder E-Mail eintreffenden Fragen möglichst schnell beantworten sollen. Für E-Mail-Anfragen gilt als Ziel, innerhalb von zwei Tagen eine Antwort zu liefern.

Wie die Parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Marion Caspers-Merk, betont, bietet die neue Hotline unabhängige und fachlich fundierte Beratung zum Thema Krebs für alle.  Durch das Bündeln der Beratungskompetenz der Krebshilfe und des Krebsforschungszentrums sei sichergestellt, dass Krebspatienten und ihre Angehörigen Informationen auf höchsten Qualitätsniveau erhielten.

Der 1986 gegründete KID bekommt jährlich schon rund 30.000 Anfragen; Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, geht aber von einem Beratungsbedarf von bis zu 200.000 Anfragen jährlich aus. Die Anfragen kommen aber nicht nur von Patienten oder ihren Angehörigen, auch Ärzte holen sich hier die aktuellsten Informationen. Für sie ist ab 2010 ein eigener Informationsdienst geplant.

Auch Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, begrüßte den Zusammenschluss und nannte ihn ein gutes Beispiel für eine sinnvolle Kooperation zwischen der öffentlichen Hand und einer privaten Organisation. Das Bundesforschungsministerium hat den Ausbau des Informationsdienstes mit über drei Millionen Euro unterstützt.

Die bundesweit erreichbare kostenlose Telefonnummer der Krebs-Hotline lautet 0800 – 420 30 40


 

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