EU will Richtlinie zum Umgang mit Organen
Die EU will eine Richtlinie zur Qualität und Sicherheit von menschlichen Organen einführen. Nach diesen Richtlinien soll zukünftig jedes Land ein Nationales Qualitätsprogramm einführen, dass alle Prozesse von der Spende bis zum Implantation kontrolliert und verbessert. Die Standards sollen europaweit einheitlich sein.
Schon seit Jahren wird über so eine Richtlinie diskutiert, nun haben sich laut eines Berichts der Ärztezeitung Parlamentsvertreter, die Europäische Kommission und der EU-Rat auf eine Direktive geeinigt, die “nur” noch vom Europäischen Parlament und vom Ministerrat angenommen werden muss. Wird die Direktive angenommen, bedeutet das für die Mitgliedsländer, dass sie innerhalb zweier Jahre die Richtlinie umsetzen müssen.
Zu den Richtlinien gehört beispielsweise eine ausführliche Dokumentation, mit der sich die gespendeten Organe zurückverfolgen lassen; gleichzeitig müssen dabei die Regeln des Datenschutzes beachtet werden. Mit dieser genauen Dokumentation sollen möglichst viele Risiken für den Empfänger eines Organs ausgeschlossen werden. Deswegen gehören dazu Anamnesedaten des Organspenders, verschiedene Labordaten und Informationen zur Behandlung des Spenders. Somit soll beispielsweise das Übertragen von gefährlichen Infektionskrankheiten oder Krebserkrankungen vermieden werden.
Die europaweit einheitlichen Standards würden auch den Austausch von Spenderorganen über die Ländergrenzen hinweg erleichtern und verbessern.
Liegen nicht alle dieser Daten vor, kann der Arzt sich trotzdem zur Transplantation entscheiden, wenn der voraussichtliche Nutzen schwerer wiegt als eventuell mögliche Risiken. “Es ist wichtig, dass die Entscheidung für oder gegen eine Transplantation beim Arzt liegt, nicht bei der Politik”, billigt Professor Günter Kirste von der Deutschen Stiftung Organstransplantation (DSO) diese Regelung.
Kernpunkte der neuen Richtlinie sind die Einrichtung von Verfahren und Institutionen, die die Sicherheit der kompletten Organspende-Prozessen überwachen und sicherstellen sollen. Dazu gehören auch die Koordinatoren innerhalb der einzelnen Kliniken, die mögliche Organspender erkennen und melden können. Die Erfahrung zeigt, dass solche Koordinatoren die Anzahl von Organspenden deutlich steigern können, vor allem indem sie Angehörigen von potenziellen Spendern für ihre Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Noch vor der Sicherheit der Organspende wird in der Richtlinie aber auf die Wahrung der Menscherechte verwiesen. Das bedeutet, die Organspende wird auch in Zukunft freiwillig und unbezahlt sein. So soll der Einflussnahme auf Lebendspender und dem Organhandel vorgebeugt werden.
Durch die gesteigerte Transparenz und Sicherheit erhoffen sich die Europapolitiker nicht zuletzt auch eine größere Bereitschaft zur Organspende.
 
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SandraDa ich regelmäßig Probiotika nehme, kenne ich das Problem mit Durchfall überhaupt nicht.

Jakob.FDie Einschätzung, dass sich die Krankheit wegen dem milden Verlauf ausbreitet scheint sich zu bestätigen. Das wird so zu einer...

DanielaDas ist doch toll wenn jetzt endlich etwas passiert im Saarland. Das Problem ist doch schon länger bekannt und hätte schon vor...

BelindaIch finde es schrecklich, dass die Körperkunst leider auch schädlich sein soll. Man sollte wirklich auf die Hygienezustände in...

HirntumorforumIch finde den Ansatz sehr interessant. Meine Wissens ist auch bereits eine entsprechende Studie in Planung.


1 Kommentar
Tweets die Die EU will durch einheitliche Standards für die Behandlung von Organen die Organspende fördern erwähnt -- Topsy.com | 03.05.2010 um 11:46
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von NetDoktor, med.de Redaktion erwähnt. med.de Redaktion sagte: #Organspende: #EU will europaweit einheitliche Regeln für den Umgang mit den Organen => http://ow.ly/1G9LX [...]