IGeL für Männergesundheit

Männer sind schon lange nicht mehr die knochenharten, krankheits- und angstresistenten “Macker”, die sie zwar eigentlich sowieso nie waren, als die sie aber jahrzehntelang dargestellt wurden. Ihre gesundheitlichen Probleme sind inzwischen bei Ärzten verschiedener Fachrichtungen ebenso näher an den Mittelpunkt des Interesses gerückt wie die Frauenkrankheiten.

Im Oktober findet in Bad Homburg sogar ein eigener Kongress rund um die Männergesundheit statt: Der Jahreskongress 2010 der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit (DGMG).

Eines der großen Probleme bei Männern ist ihre Abneigung gegen Vorsorge. Die Vermeidung der typischen Männerkrankheiten ist daher eines der Schwerpunktthemen des Kongresses. Diese Vorsorge-Muffelei mag durchaus auch mit dazu beitragen, dass Männer immer noch eine kürzere Lebenserwartung als Frauen haben. Gerade bei psychischen Problemen suchen Männer seltener Hilfe als Frauen.

Der DGMG-Vorsitzende Professor Frank Sommer betont, deswegen, dass der Kongress sich an Ärzte aller Fachrichtungen wendet. Sie sollen vor allem auch darüber informiert werden, welche Individuellen Gesundheits-Leistungen (IGeL) erfolgreich angeboten werden können.

Auch das Vorbeugungs-Angebot U25, Untersuchungen speziell für Männer zwischen 18 und 25, ist noch lange nicht so bekannt wie die DGMG es sich wünschen würde. Auch diese IGeL sollen die Ärzte, vom Allgemeinarzt über Urologen, Andrologen, Internisten bis hin zum Sportmediziner ihren Patienten schmackhaft machen. Diese individuelle Gesundheitsleistung schlägt mit immerhin 200 bis 800 Euro zu Buche.

Schwerpunktthemen des Kongresses sind Männersexualität, vor allem in Hinblick auf Erektionsstörungen und frühzeitigem Samenerguss, und die Themenkomplexe “Burn-out und Depressionen beim Mann” und “Prostataerkrankungen”.


 

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