Masern-Kind steckt 62 andere Menschen an
Seit Jahren reden sich die Ärzte den Mund fusselig: Masern sind zwar eine Kinderkrankheit – aber eben nicht harmlos. Da es durch die Krankheit zu schweren Komplikationen kommen kann, raten Mediziner zur Schutzimpfung. Ihre Worte fallen nicht immer auf fruchtbaren Boden, und immer mehr Eltern halten Impfungen gegen Kinderkrankheiten für unnötig. In Berlin ist ein ungeimpfter Junge jetzt an Masern erkrankt und hat über 60 Menschen damit angesteckt.
Der Schüler hat sich vermutlich Ende des vergangenen Jahres in Indien mit der Krankheit infiziert. Die Infektion verbreitete sich über Mitschüler und deren Eltern, so dass sich die Masern auf andere Schulen und auch Kitas bis nach Brandenburg ausbreiteten. Dies ist einem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu entnehmen.
Masern sind eine der klassischen Kinderkrankheiten: Sie treten zumeist im Kindesalter auf, sie sind extrem ansteckend, und hat man sie einmal überstanden ist man den Rest des Lebens immun dagegen. Harmlos sind Kinderkrankheiten aber nicht, fast alle können schlimme Komplikationen nach sich ziehen.
Die Ansteckungsrate bei Masern liegt bei fast 100 Prozent. Wer also nicht schon immun dagegen ist, entweder weil er sich schon einmal damit angesteckt hat oder weil er geimpft wurde, steckt sich bei einem Kontakt mit einer infizierten Person fast unausweichlich an und erkrankt auch daran.
Bei fast einem Drittel der Krankheitsfälle kommt es zu Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Gehirnhaut- bzw. Gehirnentzündungen, die dauerhafte Schäden hinterlassen oder zum Tod führen können.
Da Virusinfektionen wie die Masern nicht in der Ursache behandelt werden können, bietet eine Impfung einen guten Schutz gegen die Krankheit und die möglichen Infektionen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Schutzimpfung; meist verabreicht man diese als Mehrfachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) oder gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (MMRV).
Zu Beginn der Europäischen Impfwoche weist das RKI deswegen darauf hin, dass in Deutschland in diesem Jahr bisher 219 Personen an Masern erkrankt sind, von denen 35 im Krankenhaus behandelt werden mussten. Durch eine Impfung hätten diese Erkrankungen vermieden werden können.
 
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SandraDa ich regelmäßig Probiotika nehme, kenne ich das Problem mit Durchfall überhaupt nicht.

Jakob.FDie Einschätzung, dass sich die Krankheit wegen dem milden Verlauf ausbreitet scheint sich zu bestätigen. Das wird so zu einer...

DanielaDas ist doch toll wenn jetzt endlich etwas passiert im Saarland. Das Problem ist doch schon länger bekannt und hätte schon vor...

BelindaIch finde es schrecklich, dass die Körperkunst leider auch schädlich sein soll. Man sollte wirklich auf die Hygienezustände in...

HirntumorforumIch finde den Ansatz sehr interessant. Meine Wissens ist auch bereits eine entsprechende Studie in Planung.

2 Kommentare
Tweets die In Berlin ist ein Schüler ohne Schutzimpfung an Masern erkrankt und hat 62 andere Menschen angesteckt erwähnt -- Topsy.com | 29.04.2010 um 08:05
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von med.de Redaktion erwähnt. med.de Redaktion sagte: Tja, eine #Impfung hätte das verhindert: Berliner Schüler steckt 62 andere mit #Masern an => http://ow.ly/1DvZv [...]
Gelöste Frage: Testperson für HIV-Medikamente? | Zusatzverdienst | 13.06.2010 um 09:48
[...] In Berlin ist ein Schüler ohne Schutzimpfung an Masern erkrankt … [...]