Mit Magneten gegen Migräne

Migräne ist eine extrem weit verbreitete Krankheit. Wer an Migräne leidet, muss nicht nur mit sehr starken Kopfschmerzen fertig werden, sondern auch mit den Begleiterscheinungen. Dazu gehören Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen.

Jetzt haben Forscher eine neue Methode gefunden, wie Migränepatienten geholfen werden kann: ein Magnetimpuls am Hinterkopf hat in einer Studie 40 Prozent der Probanden gegen die Schmerzen geholfen.

Magnetimpulse wurden schon vorher als eventuelle Therapie gegen Migräne untersucht, das besondere an den neuen Tests ist allerdings, dass sie mit einfach zu handhabenden und auch handlichen Geräten durchgeführt wurden, die die Patienten bequem zu Hause anwenden können. Vorher waren dazu große Apparate nötig, die es nur in Kliniken gab.

Bisher waren Schmerzmedikamente so ziemlich die einzige Therapiemöglichkeit, von handelsüblichen Schmerztabletten bis hin zu der neuen Generation von Medikamenten mit Triptanen. Manche Migränepatienten haben allerdings auch mit alternative Heilmethoden wie etwa Akupunktur gute Erfahrungen gemacht, von denen wiederum die Schulmedizin nicht unbedingt überzeugt ist.

Die Wirkung des Magnetimpulses liegt vermutlich daran, dass er bestimmte elektrische Vorgänge im Gehirn unterbricht, die die Migräne auslösen, vor allem die Migräneformen, die von den als “Aura” bekannten Wahrnehmungsstörungen begleitet werden.

Um die Wirksamkeit des Geräts zu testen, wurde am Albert Einstein College of Medicine in New York eine Studie mit 200 Teilnehmern durchgeführt. Sie sollten über einen Zeitraum von drei Monaten ihre Migräneattacken mit Magnetimpulsen behandeln. Die Hälfte der Teilnehmer erhielt ein Placebo-Gerät, das also keine Impulse aussendete. Das echte Gerät sorgte bei mehr Patienten für Schmerzfreiheit als das Placebo-Gerät.

Migräne-Experten sind von der Möglichkeit begeistert, auch eine Therapie für diejenigen Patienten zu haben, denen die bisherige Behandlung mit Medikamenten nicht hilft. Allerdings weisen sie auch darauf hin, dass die Magnetmethode noch genauer untersucht werden muss, vor allem in Hinblick auf die Dosierung.


 

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