Verstehen was das Blutbild aussagt

Ärzte sehen gerne Blut – das Blut ihrer Patienten. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie besonders herzlos wären, im Gegenteil,  eine Blutuntersuchung kann für den Arzt nämlich eine wertvolle Hilfe bei der Diagnose sein. Das Blut ist nämlich nicht nur das “Transportmittel” für Sauerstoff und andere Nährstoffe, in ihm lassen sich auch Krankheitserreger und Beweise für aktuelle Erkrankungen und sogar überstandene Infektionskrankheiten entdecken.

Der Allgemeinzustand des Blutes gibt also Aufschluss über die Gesundheit des Patienten. Dazu wird, je nach geplanter Untersuchung, eine größere oder kleinere Menge Blut abgenommen und untersucht. Die Begriffe Blutsenkung und Blutbild werden von Laien oft wahllos verwendet, sind aber natürlich unterschiedliche Dinge.

Bei einer Blutsenkung wird das Blut in speziellen Röhrchen im Prinzip einfach in Ruhe gelassen. Nach etwa einer Stunde haben sich die Blutkörperchen im unteren Bereich gesammelt. Die Geschwindigkeit, mit der die Blutkörperchen nach unten sinken, wird Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) genannt. Eine untypisch hohe oder niedrige BSG kann auf Krankheiten hinweisen.

Das Blutbild ist sozusagen die Gesamtansicht des Blutes. Dabei wird untersucht, ob die Anzahl der unterschiedlichen Blutzellen, also der roten (Erythrozyten) und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen im normalen Rahmen liegt.

Einen sehr verständlichen Überblick über Blutsenkung und Blutbild gibt das Infoblatt “Blut – der ganz besondere Saft” des Infozentrums für Prävention und Früherkennung (IPF), das kostenlos heruntergeladen oder auch per Post bestellt werden kann (IPF, Postfach 1101, 63590 Hasselroth; unbedingt Infoblatt “Blut – der ganz besondere Saft” angeben).


 

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