Apotheke: Keine Entsorgung von Medikamenten mehr

Seit Jahren war es allgemein bekannt: Wer sein Medizinschränkchen aufräumt, kann die abgelaufenen Medikamente oder Arzneimittel, von denen man gar nicht mehr weiß wann und wem sie verschrieben wurden, bei der nächsten Apotheke abgeben. Dort wurden sie dann vom Apotheker fachkundig entsorgt.

Ab sofort ist das allerdings nicht mehr so. Der Grund dafür ist der ausgelaufene Vertrag zwischen dem Apothekerverband und dem Entsorgungsunternehmen Vfw Remedica. Eine neue Lösung wurde nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) noch nicht gefunden. Bis es einen neuen Partner gibt, müssen die Apotheken die Kosten der Entsorgung von Medikamenten selbst tragen.

Das Unternehmen, das bisher die Entsorgung der Medikamente für die Apotheken übernahm, hat der Vertrag nicht verlängert. Es hatte die Verpackungen und Beipackzettel als Altpapier verwertet, die sinkenden Altpapierpreise haben das allerdings unrentabel gemacht.

Ursula Sellerberg, die Sprecherin des ABDA, geht aber davon aus, dass es 2010 wieder eine bundesweite Regelung für die Entsorgung von Medikamenten geben wird. Bis dahin bleibt es jedem Apotheker überlassen, ob er die alten Medikamente annimmt. Er kann sie dann an regionale Entsorger bzw. Sammelstellen weitergeben.

Alte Medikamente können auch einfach in der Hausmülltonne entsorgt werden. Ursula Sellerberg rät aber, sie vor dem Wegwerfen gut in Zeitungspapier zu verpacken und so damit beizutragen, dass die Arzneimittel nicht in Kinderhände fallen. Auf keinen Fall dürfen Medikamente aber in der Toilette weggespült werden.


 

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