Mit Kaffee gegen den Leberkrebs antrinken
ine italienische Studie hat vor einigen Jahren ergeben, dass mehrere Tassen Kaffee pro Tag zu einem niedrigeren Risiko für Leberzellkarzinome (Leberkrebs) führen. Eine Arbeitsgruppe der Medizinischen Hochschule Hannover hat jetzt herausgefunden, wie es zu diesem erfreulichen “Nebeneffekt” kommt.
Dass Kaffee eine positive Wirkung auf die Leber hat, war schon lange bekannt. Anfang dieses Jahres stellte beispielsweise kanadische und US-amerikanische Wissenschaftler fest, dass Kaffee bei Hepatitis-Patienten die Leber schützt und es so zu weniger Vernarbungen an diesem wichtigen Organ kommt.
Bei dieser Studie stellte sich ein Kaffeegenuss von über zwei Tassen als wohltuend heraus; warum das so ist, war nicht klar. Koffein als Ursache schlossen die Wissenschaftler aus, da weder Tee noch Schokolade eine ähnliche Wirkung zeigten. Entkoffeinierter Kaffee konnte der Leber aber auch nicht helfen.
Die italienische Studie konnte sogar belegen, dass die leberschützende Wirkung zunimmt, je mehr Kaffee die Untersuchten (im Zeitraum von zehn Jahren vor dem Stichtag) tranken: bei ein bis zwei Tassen Kaffee pro Tag war das Risiko 20 Prozent geringer, bei drei bis vier Tassen 60 Prozent geringer, und ab fünf Tassen war das Risiko 70 Prozent geringer.
Die Mediziner aus Hannover haben jetzt unter der Leitung von Professor Michael Manns herausgefunden, dass Kaffee in der Leber ein bestimmtes Enzym mit dem Namen UDP Glucuronyltransferase (kurz: UGT1A) anregt.
Dieses Enzym ist am Abbau giftiger Substanzen in der Leber beteiligt. Wird UGT1A durch den Kaffee “gedopt”, funktioniert dieser Abbau effizienter, was vor Leberkrebs schützt, vermuten die Hannoveraner.
Allerdings ist immer noch nicht bekannt, warum Kaffee diese Wirkung auf das Enzym hat. Auch hier scheint es nicht am Koffein zu liegen, denn der Effekt trat auch bei entkoffeiniertem Kaffee auf.
Ob die italienische Studie von einem Kaffeehersteller finanziert wurde, ist uns leider nicht bekannt.
Wussten Sie übrigens schon, dass Sie jetzt in unserer Rubrik Fragen & Antworten andere User nach ihren Erfahrungen mit Krankheiten, Ärzten, Medikamenten und allem rund um Gesundheit fragen können?
 
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BelindaIch finde es schrecklich, dass die Körperkunst leider auch schädlich sein soll. Man sollte wirklich auf die Hygienezustände in...

HirntumorforumIch finde den Ansatz sehr interessant. Meine Wissens ist auch bereits eine entsprechende Studie in Planung.

