Horrorfrühling für Birkenpollenallergiker
2010 müssen Birkenpollenallergiker auf sehr große Probleme wegen ihrer Allergie gefasst sein: Fachleute gehen nämlich für dieses Jahr von einem besonders starken Flug von Birkenpollen aus.
Möglich wird diese Prognose der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Berlin durch die Pollenflugmessungen des Deutschen Polleninformationsdienstes (PID) in den vergangenen zehn Jahren. Diese Messungen zeigen, dass jedes zweite Jahr der Flug von Birkenpollen besonders stark ist. Dies geschieht in Jahren mit gerader Jahreszahl, damit also auch 2010. Der starke Birkenpollenflug wird in ganz Deutschland erwartet.
Der PID rät Birkenpollenallergikern deswegen dazu, sich schon rechtzeitig vor Anfang der Birkenpollensaison (voraussichtlich Ende März bis Ende Mai) mit ihren Medikamenten zu versorgen, um so die Symptome der Allergie – Heuschnupfen, brennende Augen und juckende Nase – in den Griff zu bekommen.
Es gibt auch noch die Möglichkeit, sich noch vor beginn des Birkenpollenfluges einer Kurzzeit-Immuntherapie zu unterziehen. Sie kann noch rechtzeitig abgeschlossen werden, anders als die übliche Hyposensibilisierung gegen eine Allergie, die sogar mehrere Jahre dauern kann. Zu einer derartigen Kurzzeit-Immuntherapie rät auch Professor Karl-Christian Bergmann vom PID.
Allergikern, die während der Zeit des Pollenflugs außer dem üblichen Heuschnupfen einen trockenen Husten entwickeln, rät der PID unbedingt zu einem Besuch beim Lungenfacharzt. Er kann frühzeitig ein eventuell vorhandenes Asthma entdecken.
Eine tagesaktuelle Pollenflugvorhersage für die wichtigsten Pollen wie Hasel, Roggen, Birke, Beifuß und Ambrosia gibt es beim Deutschen Wetterdienst.
 
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