Neues Verfahren bei Osteoporose

In Deutschland ist etwa ein Viertel aller Menschen ab 50 von Osteoporose betroffen. Die Krankheit wird häufig für eine typische Alterserkrankung gehalten, und führt beim Betroffenen zu einer Störung des Knochenstoffwechsels, wodurch es zum Abbau von Knochenmaterial kommt. Die Knochen werden schwächer und es kommt häufiger zu Brüchen oder anderen Verletzungen.

Bisher wurde, um Osteoporose zu diagnostizieren, eine Messung der Knochendichte vorgenommen. Allerdings konnte bei dieser Untersuchung weder Änderungen in der Struktur noch der Dichte der Knochen gemessen werden. Das soll sich jetzt ändern.

In London hat ein Team aus internationalen Forschern ein neues Verfahren entwickelt, das eine genauere Diagnose der Osteoporose möglich macht. Mittels Röntgenstrahlen soll der zu untersuchende Bereich am Knochen nicht nur hochauflösend (im Nanometerbereich), sondern von verschiedenen Richtungen dargestellt werden (3D-Screening). Dadurch lassen sich Veränderungen in den Knochenstrukturen schneller und genauer erkennen.

Das dem Verfahren zugrunde liegende Prinzip ist jedoch nicht neu. Schon länger werden Röntgenstrahlen in Krankenhäusern dazu verwendet, den menschlichen Körper aus mehreren Winkeln zu durchleuchten. Die einzelnen Bilder werden dann zu einem digitalen 3D-Bild zusammengefügt.

Neu an der so genannten Nano-Tomographie-Methode ist nun, dass nicht nur die absorbierte Strahlung für jeden der Winkel gemessen wird, sondern auch die in verschiedene Richtungen abgelenkten Teile des Röntgenstrahls. Dadurch lassen sich selbst kleinste Unterschiede in Dichte und Struktur der Knochen genau darstellen. So ist es auch möglich, die Frühphase der Osteoporose-Erkrankung genau zu untersuchen. Ärzten soll das neue Verfahren des Londoner Forscherteams eine bessere Auswertung verschiedener Therapieansätze ermöglichen.


 

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