Teures Rota-Virus
Rota-Viren lösen schwere Durchfallerkrankungen aus, die mehrere Tage dauern. Vor allem Kinder sterben an diesen Erkrankungen bzw. an der dadurch verursachten Austrocknung, und zwar schätzungsweise bis zu einer Million pro Jahr.
Die meisten Kinder tötet die von einem Rota-Virus ausgelöste Gastroenteritis in den Entwicklungsländern, aber auch bei uns wird jedes Kind in den ersten fünf Lebensjahr mindestens einmal mit Rota-Viren infiziert. Gut die Hälfte aller Durchfallerkrankungen, die eine ärztliche Behandlung notwendig machen, wird von den Rota-Viren verursacht. Eine länderübergreifende Studie hat nun ergeben, dass bei den Rota-Virus-positiven Kindern, also Kinder die mit dem Rota-Virus infiziert waren, über die Hälfte der Erkrankungen schwer verlief. Waren die Kinder nicht infiziert, gab es nur in 31 Prozent aller Fälle einen schweren Verlauf.
Mit diesen Zahlen wird deutlich, dass das Rota-Virus auch eine Belastung für das Gesundheitssystem ist – die sich mit einer Schutzimpfung vermeiden ließe. Noch ist die Impfung gegen die Rota-Viren keine der von der ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen, geben tut es sie aber.
Bisher verursachen die Rota-Viren in Deutschland jährlich Kosten von 118 Millionen Euro. Ein Ärzteteam des Uniklinikums Frankfurt hat errechnet, dass sich mit einer flächendeckenden Impfung die Zahl der ambulanten Behandlungen pro Jahr von 150.000 auf 40.000 senken ließe, bei den stationären von 22.000 auf 4.000.
Viele Eltern wissen allerdings gar nicht, dass sie ihr Kind bis zum sechsten Lebensmonat gegen die Viren impfen lassen können. Bei einer Umfrage eines Impfstoffherstellers zeigte sich, dass von 2.400 befragten Müttern nur 24 Prozent die Impfung kannten. Der Pharmahersteller will nun Ärzte vermehrt dazu anregen, die Schluckimpfung als Selbstzahlerleistung anzubieten – für rund 200 Euro. Allerdings gibt es schon jetzt einige Krankenkassen, die die Kosten für die Rota-Viren-Impfung übernehmen. Nachfragen lohnt sich also allemal!
 
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SandraDa ich regelmäßig Probiotika nehme, kenne ich das Problem mit Durchfall überhaupt nicht.

Jakob.FDie Einschätzung, dass sich die Krankheit wegen dem milden Verlauf ausbreitet scheint sich zu bestätigen. Das wird so zu einer...

DanielaDas ist doch toll wenn jetzt endlich etwas passiert im Saarland. Das Problem ist doch schon länger bekannt und hätte schon vor...

BelindaIch finde es schrecklich, dass die Körperkunst leider auch schädlich sein soll. Man sollte wirklich auf die Hygienezustände in...

HirntumorforumIch finde den Ansatz sehr interessant. Meine Wissens ist auch bereits eine entsprechende Studie in Planung.



1 Kommentar
Durchfallerkrankungen im Sommer | 02.08.2010 um 16:55
[...] Freude und Erholung jedoch schon in den ersten Tagen des Urlaubs getrübt, weil sich oft eine Durchfallerkrankung einstellt. Ein Mittel gegen Durchfall und den damit verbundenen Flüssigkeitsverlust [...]