Welche Zahnbürste ist die richtige für mich?

Gepflegte Zähne wirken attraktiv und jugendlich, zwei Attribute, auf die überall und jederzeit viel Wert gelegt wird. Bei der Zahnpflege geht es aber bei weitem nicht nur um die kosmetische Wirkung: Ohne regelmäßige gründliche Reinigung mit Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide leidet die Zahngesundheit. Das kann nicht nur Karies, Parodontitis (eine Entzündung des Zahnhalteapparates) und schließlich Zahnverlust bedeuten, der gesamte Körper kann von den kranken Zähnen beeinträchtigt werden.

Wichtig ist vor allem die regelmäßige Pflege, die Zähne sollten also mindestens morgens und abends gründlich geputzt werden. Welche Zahnbürste ist aber am besten dafür geeignet? Dieser Frage widmete sich auch die Cochrane Collaboration, ein internationales Forschernetzwerk. Die Wissenschaftler sahen sich Studien an, die unterschiedlichen Zahnbürsten verglichen haben.

Sie fanden 15 Studien mit insgesamt mehr als 1000 Teilnehmern, in denen sieben verschiedene Typen von elektrischen Zahnbürsten getestet und verglichen wurden. Die Studien ergaben recht eindeutig, dass keine elektrische Zahnbürste deutlich besser ist als die andere, Zahnbürsten mit Kippbewegungen und Zahnbürsten mit oszillierend-rotierenden Bewegungen wiesen also ähnliche Ergebnisse auf. Zahnfleischentzündung und Zahnbelag unterschieden sich in den Vergleichsgruppen nach drei Monaten nur sehr wenig.

Allerdings gab es nur wenige wirklich miteinander vergleichbare Studien, so dass die Cochrane-Experten darauf hinweisen, dass Aussagen nicht absolut zuverlässig sind. Die mangelnde Vergleichbarkeit liegt beispielsweise an den unterschiedlichen Methoden, den Zahnbelag und die Stärke des Zahnfleischblutens zu messen. Zudem bleibt ungeklärt, ob Menschen, die elektrische Zahnbürsten verwenden, auch auf Dauer weniger an ernsten Zahnerkrankungen (wie etwa Parodontitis) leiden.

Darüber, ob eine elektrische Zahnbürste den Zahnbelag besser entfernt als eine Handzahnbürste, wagt die Cochrane Collaboration noch keine Aussage, weil dazu noch nicht ausreichend Studien ausgewertet sind.

Wir bleiben bei unserer Empfehlung: Verwenden Sie eine Zahnbürste, mit der Sie gut zurechtkommen (egal ob Handzahnbürste oder elektrisch), und eine Zahncreme mit Fluorid, die die Zähne vor Karies schützt. Putzen Sie regelmäßig die Zähne, verwenden Sie regelmäßig Zahnseide, und gehen Sie regelmäßig und rechtzeitig zum Zahnarzt.


 

Ähnliche Artikel

02.06.2010 10:23 Uhr

Herzpflege mit der Zahnbürste

Möglicherweise kann zweimal tägliches Zähneputzen vor Herzinfarkt und anderen Herzkrankheiten schützen. Das hat laut einem Bericht des Ärzteblatts eine schottische Studie festgestellt. Die sch...

0 Kommentare     713 Mal gelesen

09.12.2009 15:20 Uhr

Gut geputzt und trotzdem Zahnschmerzen?

Zähneputzen ist einer der Eckpfeiler für die Erhaltung der gesunden Zähne. Das ist nichts Neues, das weiß jeder, aber es hält sich bei weitem nicht jeder daran. Oft braucht man sich dann nicht wu...

0 Kommentare     1094 Mal gelesen

27.01.2011 09:00 Uhr

Sport vs. Bluthochdruck

Hoher Blutdruck ist eine heimtückische Sache: Symptome gibt es praktisch nicht, trotzdem kann die Hypertonie nach Jahren ohne Beschwerden zu Schlaganfall und Herzinfarkt führen. Mediziner gehen davo...

0 Kommentare     454 Mal gelesen

18.01.2011 09:48 Uhr

USA senken Paracetamol-Dosis

Paracetamol gehört zweifellos zu den beliebtesten Schmerzmitteln, sowohl in verschreibungspflichtigen als auch in frei verkäuflichen Präparaten. Es wird häufig beispielsweise bei Kopfschmerzen, Za...

1 Kommentare     877 Mal gelesen

13.01.2011 10:03 Uhr

Teures Laster, gefährlicher Entzug

Sie rauchen noch? Wirklich? Sie wissen natürlich, dass Ihre Angewohnheit nicht nur Ihre Gesundheit schädigt, sondern auch die Ihres Umfelds. Natürlich können erwachsene Menschen selbst entscheiden...

0 Kommentare     737 Mal gelesen

 

 
 

Kommentar schreiben

Name*
E-Mail*
Webseite
Text