Trennmittel

Damit Lebensmittel nicht verkleben oder klumpig werden, benutzt man Trennmittel. Beispiele, bei denen Trennmittel eingesetzt werden, sind unter anderem Tütensuppen, Salz, Gummibärchen oder Lakritz. In der Regel sind die verwendeten chemischen Substanzen gesundheitlich unbedenklich, viele von ihnen kommen auch in der Natur vor. Die Trennmittel werden in der E-Nummern-Liste unter den 500er-Nummern aufgeführt.

Die wichtigsten Trennmittel

In der Lebensmittelindustrie werden bestimmte Trennmittel besonders häufig angewandt und sind oft auch für andere Verwendungszwecke im Einsatz und bekannt:


  • Natriumkarbonat und Natriumhydrogencarbonat, auch bekannt als Soda, bzw. Natron werden schon lange in der Küche angewandt. Sie dienen zum einen als Trennmittel, sind aber auch Bestandteil von Backpulver und wirken teilweise als Farbstabilisatoren (in Kakao). Bei übermäßigem Verzehr kann es zu einer verstärkten Bildung von Magensäure kommen.

  • Magnesiumhydroxid wird als Rieselhilfe in Kochsalz und in anderen pulverförmigen Lebensmitteln (zum Beispiel Kaffeeweißer) verwendet. Es gilt als gesundheitlich unbedenklich.

  • Silicate werden ebenfalls als Trennmittel eingesetzt und gelten als gesundheitlich unbedenklich, da sie vom Körper unverändert wieder ausgeschieden werden.


Kennzeichnung von Trennmitteln

Auch Trennmittel müssen auf der Verpackung in der Zutatenliste angegeben werden. Die entsprechende E-Nummer muss mit dem Vermerk „Trennmittel“ auf den Verwendungszweck hinweisen. Die Substanzen werden in eine Gruppe mit den Träger- und Füllstoffen eingeordnet.

Trennmittel – gesundheitlich unbedenklich?

Zwar wird ein Großteil der Trennmittel als nicht gesundheitsschädlich eingeordnet, Kritiker merken jedoch für einige Substanzen mögliche Gesundheitsschäden oder zumindest gesundheitsbedenkliche Folgen an:

  • Die künstlichen Trennmittel Natriumferrocyanid, Kaliumferrocyanid und Calciumferrocyanid (E535 – E538), die als Rieselhilfe in Salz verwendet werden, stehen im Verdacht, sich in den Nieren anzureichern.

  • Saures Natriumaluminiumphosphat (E541) kann allergische Reaktionen hervorrufen, das enthaltene Aluminium steht im Verdacht Alzheimer auszulösen.

  • Einige Aluminiumsilikate (E554, E555) können bei häufigem Verzehr zur Anreicherung von Aluminium im Körper führen.


    • Trennmittel sind in vielen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten. Bei einem maßvollen Verzehr ist die Wahrscheinlichkeit von Überreaktionen im Allgemeinen als gering einzustufen.